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Zur Arbeit / zur Schule fahre ich mit dem Velo, dem öV oder gehe zu Fuss

Zur Arbeit / zur Schule fahre ich mit dem Velo, dem öV oder gehe zu Fuss

Die motorisierten individuellen Transportmittel (Auto, Motorrad, Roller …) stossen beim Verbrennen von Treibstoff CO2 aus. Auch die öffentlichen Verkehrsmittel verursachen CO2, aber im Verhältnis viel weniger als Privatautos. Kein CO2 verursacht, wer sich zu Fuss und mit dem Velo fortbewegt.

Kategorie: 
Mobilität

Was kann ich persönlich fürs Klima tun?

Aufs Auto verzichten ist wie mit dem Rauchen aufhören: Es gibt unzählige Gründe, die dafür sprechen, aber es wirklich zu tun, ist schwer. Der erste Schritt zum Aufhören ist, eine Analyse Ihrer Mobilitätssituation zu machen. Dann müssen Sie abschätzen, wie stark Sie vom Auto abhängig sind. Überprüfen Sie dazu jede Woche den Kilometerzähler Ihres Autos und notieren Sie sich die zurückgelegten Distanzen.

Das Leben ohne Auto hat viele Vorteile. Erstellen Sie eine Liste davon. So können Sie sich selbst dazu ermutigen, in einem der drei wichtigsten Bereiche Ihres Lebens (Arbeit, Einkäufe und/oder Freizeit) auf das Auto zu verzichten. Hängen Sie diese Liste an einem gut sichtbaren Ort auf.

Jetzt sind Sie bereit, mit Ihrer Entwöhnungskur zu beginnen. Versuchen Sie, zu Fuss unterwegs zu sein, mit dem Velo, dem öffentlichen Verkehr und/oder – warum nicht – mit weniger konventionellen Fortbewegungsmitteln wie dem Roller oder Trottinett. Hier ein paar praktische Tipps, um Ihnen den Einstieg zu erleichtern :

  • Versuchen Sie, einmal in der Woche / im Monat, den Weg zur Arbeit oder zum Einkaufen mit öffentlichen Verkehrsmitteln, zu Fuss und/oder mit dem Velo zurückzulegen. Vergleichen Sie die Erfahrungen, die Sie dabei machen, mit einer Fahrt im Auto. Machen Sie einen Ausflug ohne Auto. Ziehen Sie Bilanz: Kosten, Fahrzeit, positive und negative Erfahrungen.
  • Setzen Sie sich Ziele. Zum Beispiel: Normalerweise brauche ich mein Auto fünfmal pro Woche. Jetzt nehme ich mir vor, es nicht mehr als dreimal zu benutzen.
  • Nehmen Sie sich eine Stunde Zeit, um mit Ihrer Familie darüber zu sprechen, wie Sie am besten aufs Auto verzichten könnten.
  • Für viele Menschen ist es nicht selbstverständlich, öffentliche Verkehrsmittel zu benutzen oder sich zu Fuss und mit dem Velo fortzubewegen; seien Sie sich dessen bewusst. Anders gesagt: Neue Verhaltensweisen muss man erst erlernen. Bitten Sie jemanden um eine Einführung. Haben Sie nicht vielleicht einen Nachbarn, der kein Auto besitzt und der Ihnen ein paar Ratschläge geben könnte?
  • Lösen Sie ein Abonnement für Bus und Bahn, profitieren Sie von Werbeangeboten. Das wird Sie dazu motivieren, häufiger den öV zu benutzen.
  • Organisieren Sie Ihren Alltag so, dass Sie Fahrten (und damit Zeit) einsparen können, indem Sie zum Beispiel die Einkäufe auf dem Arbeitsweg erledigen.
  • Versuchen Sie, Ihre Fahrten mit dem öV möglichst angenehm zu gestalten, zum Beispiel mit der Wahl schöner Strecken oder indem Sie Gespräche mit Mitreisenden führen. Vermeiden Sie Stress durch gute Organisation und nehmen Sie etwas Spannendes zum Lesen mit.
  • Ein hilfreicher Trick, um mit alten Gewohnheiten zu brechen: Nutzen Sie eine Veränderung in Ihrem Leben (Stellenwechsel, Umzug), um die Wahl Ihrer Fortbewegungsmittel zu überdenken (siehe Massnahme „Ich ziehe um und gestalte meinen Alltag ökologischer“). Es ist klar, dass es nicht immer ohne Auto geht. Prüfen Sie in solchen Fällen die Option, ein Auto zu mieten. Oder noch besser: Beteiligen Sie sich an Carsharing. In Kombination mit dem öV ist diese Lösung besonders vorteilhaft (siehe Massnahme „Ich verzichte auf mein Privatauto“).

Zur Arbeit ohne Auto

Erkundigen Sie sich, ob es in Ihrer Firma einen Mobilitätsplan gibt. Fördert er Fahrgemeinschaften? Gibt es geschützte Veloparkplätze? Falls es keinen solchen Plan gibt, schlagen Sie Massnahmen vor.

Der Verband Pro Velo organisiert jedes Jahr den Wettbewerb „Bike to Work“, eine ideale Gelegenheit, um das Velo in den Firmen zu fördern.

Falls Sie bereit sind, auf das Auto zu verzichten, handeln Sie mit Ihrem Arbeitgeber den Tausch Ihres Parkplatzes gegen ein öV-Abonnement aus. Prüfen Sie die Möglichkeit einer Fahrgemeinschaft, wenn Wohn- und/oder Arbeitsort für sanfte Mobilität zu weit voneinander entfernt oder vom öffentlichen Verkehr zu schlecht erschlossen sind (siehe Massnahme „Ich verzichte auf mein Privatauto“). Falls Ihnen diese Möglichkeit nicht zusagt oder sie zu schwierig zu verwirklichen ist, setzen Sie sich mit den Tipps im Zusammenhang mit dem Auto auseinander (siehe Massnahmen „Ich fahre ökologisch“ und „Beim Autokauf wähle ich das ökologischste Modell“). Denken Sie beim nächsten Umzug daran, eine Wohnung zu wählen, in der Sie weniger vom Privatauto abhängig sind (siehe Massnahme „Ich ziehe um und gestalte meinen Alltag ökologischer“). Telearbeit Teilweise von zuhause aus zu arbeiten, bietet verschiedene Vorteile: Zeit- und Geldgewinn, mehr Effizienz sowie bessere Vereinbarkeit von Privat- und Berufsleben. Bei der Heimarbeit besteht allerdings die Gefahr, den Kontakt zu den Arbeitskollegen zu verlieren und sich zu isolieren. Ein vernünftige Lösung kann darin bestehen, einen fixen Tag pro Woche von daheim aus zu arbeiten.

Tipps für den Schulweg

Ein bei Kindern besonders beliebtes und ökologisches Transportmittel findet immer mehr Anhänger: der sogenannte Pedibus oder Schulbus auf Füssen. Es handelt sich dabei um eine Kinderkarawane, die von freiwilligen Eltern jeweils morgens und mittags zur Schule oder in deren Nähe und nach Schulschluss wieder nach Hause geführt wird. Wie ein Bus sammelt die Gruppe unterwegs Kinder an fixen Orten und zu festen Zeiten ein. Wenn Ihr Quartier noch nicht von einer Pedibus-Linie bedient wird, überlegen Sie sich doch selbst, eine zu lancieren. Der Velobus funktioniert nach demselben Prinzip.

Gute Adressen

Firmen und sanfte Mobilität

Bike to work : Wettbewerb „Bike to Work“, um Arbeitnehmer dazu zu bewegen, mit dem Velo zur Arbeit zu kommen.

Pro Velo : Toolbox für Firmen, die das Velo fördern wollen.

Schulen und sanfte Mobilität

VCS (Verkehrsklub der Schweiz) : Ratschläge zum Aufbau eines Pedibus.