Sie sind hier

Ich mache meine Einkäufe so oft wie möglich zu Fuss, mit dem Velo oder dem öffentlichen Verkehr

Colonne droite

eltern-baby-kind.de

Ich mache meine Einkäufe so oft wie möglich zu Fuss, mit dem Velo oder dem öffentlichen Verkehr

Die motorisierten individuellen Transportmittel (Auto, Motorrad, Roller …) stossen beim Verbrennen von Treibstoff CO2 aus. Auch die öffentlichen Verkehrsmittel verursachen CO2, aber im Verhältnis viel weniger als Privatautos. Kein CO2 verursacht, wer sich zu Fuss und mit dem Velo fortbewegt.

Kategorie: 
Mobilität

Ein paar aufschlussreiche Zahlen

Eine wöchentliche Fahrt in einen 14 Kilometer von daheim entfernten Supermarkt entspricht pro Jahr einer zurückgelegten Distanz von 14 x 2 x 52 = 1456 Kilometer und verursacht Kosten von 200 Franken sowie den Ausstoss von 320 Kilogramm CO2.

Während den ersten Kilometern verbraucht ein Auto zehn bis fünfzehnmal mehr Treibstoff als während des Streckenrests – und schadet entsprechend dem Klima. Es ist deshalb nichts als vernünftig, das Auto für kurze Strecken in der Garage stehen zu lassen – und solche Fahrten gibt es viele. Ein Viertel der im Auto zurückgelegten Strecken sind nicht länger als ein Kilometer. Das sind zehn Minuten zu Fuss oder drei Minuten mit dem Velo.

Was kann ich persönlich fürs Klima tun ?

Aufs Auto verzichten ist wie mit dem Rauchen aufhören: Es gibt unzählige Gründe, die dafür sprechen, aber es wirklich zu tun, ist schwer. Der erste Schritt zum Aufhören ist, eine Analyse Ihrer Mobilitätssituation zu machen. Dann müssen Sie abschätzen, wie stark Sie vom Auto abhängig sind. Überprüfen Sie dazu jede Woche den Kilometerzähler Ihres Autos und notieren Sie sich die zurückgelegten Distanzen.

Das Leben ohne Auto hat viele Vorteile. Erstellen Sie eine Liste davon. So können Sie sich selbst dazu ermutigen, in einem der drei wichtigsten Bereiche Ihres Lebens (Arbeit, Einkäufe und/oder Freizeit) auf das Auto zu verzichten. Hängen Sie diese Liste an einem gut sichtbaren Ort auf.

Jetzt sind Sie bereit, mit Ihrer Entwöhnungskur zu beginnen. Versuchen Sie, zu Fuss unterwegs zu sein, mit dem Velo, dem öffentlichen Verkehr und/oder – warum nicht – mit weniger konventionellen Fortbewegungsmitteln wie dem Roller oder Trottinett. Hier ein paar praktische Tipps, um Ihnen den Einstieg zu erleichtern :

  • Versuchen Sie, einmal in der Woche / im Monat, den Weg zur Arbeit oder zum Einkaufen mit öffentlichen Verkehrsmitteln, zu Fuss und/oder mit dem Velo zurückzulegen. Vergleichen Sie die Erfahrungen, die Sie dabei machen, mit einer Fahrt im Auto. Machen Sie einen Ausflug ohne Auto. Ziehen Sie Bilanz: Kosten, Fahrzeit, positive und negative Erfahrungen.
  • Setzen Sie sich Ziele. Zum Beispiel: Normalerweise brauche ich mein Auto fünfmal pro Woche. Jetzt nehme ich mir vor, es nicht mehr als dreimal zu benutzen.
  • Nehmen Sie sich eine Stunde Zeit, um mit Ihrer Familie darüber zu sprechen, wie Sie am besten aufs Auto verzichten könnten.
  • Für viele Menschen ist es nicht selbstverständlich, öffentliche Verkehrsmittel zu benutzen oder sich zu Fuss und mit dem Velo fortzubewegen; seien Sie sich dessen bewusst. Anders gesagt: Neue Verhaltensweisen muss man erst erlernen. Bitten Sie jemanden um eine Einführung. Haben Sie nicht vielleicht einen Nachbarn, der kein Auto besitzt und der Ihnen ein paar Ratschläge geben könnte?
  • Lösen Sie ein Abonnement für Bus und Bahn, profitieren Sie von Werbeangeboten. Das wird Sie dazu motivieren, häufiger den öV zu benutzen.
  • Organisieren Sie Ihren Alltag so, dass Sie Fahrten (und damit Zeit) einsparen können, indem Sie zum Beispiel die Einkäufe auf dem Arbeitsweg erledigen.
  • Versuchen Sie, Ihre Fahrten mit dem öV möglichst angenehm zu gestalten, zum Beispiel mit der Wahl schöner Strecken oder indem Sie Gespräche mit Mitreisenden führen. Vermeiden Sie Stress durch gute Organisation und nehmen Sie etwas Spannendes zum Lesen mit.
  • Ein hilfreicher Trick, um mit alten Gewohnheiten zu brechen: Nutzen Sie eine Veränderung in Ihrem Leben (Stellenwechsel, Umzug), um die Wahl Ihrer Fortbewegungsmittel zu überdenken (siehe Massnahme „Ich ziehe um und gestalte meinen Alltag ökologischer“). Es ist klar, dass es nicht immer ohne Auto geht. Prüfen Sie in solchen Fällen die Option, ein Auto zu mieten. Oder noch besser: Beteiligen Sie sich an Carsharing. In Kombination mit dem öV ist diese Lösung besonders vorteilhaft (siehe Massnahme „Ich verzichte auf mein Privatauto“).

Ratschläge fürs Einkaufen ohne Auto

Der grösste Teil unserer Einkäufe ist weder schwer noch sperrig. 81 % der Einkaufstaschen wiegen beim Verlassen von Läden im Stadtzentrum weniger als 5 Kilogramm. Zählen Ihre Einkäufe zu den verbleibenden 19 %, zum Beispiel weil Sie eine grosse Familie haben, stehen Ihnen verschiedene Möglichkeiten offen, trotzdem aufs Auto zu verzichten. Sie können häufiger einkaufen und so die zu transportierenden Mengen verkleinern. Oder Sie bitten die übrigen Familienmitglieder, Ihnen beim Einkaufen zu helfen. Und noch eine Variante: Lassen Sie sich die Einkäufe nach Hause liefern.

Seien Sie gewitzt!

  • Nutzen Sie zum Transport eine Einkaufstasche mit Rädern, ein Wägelchen oder einen Shopping-Trolley. Oder auch einen guten Rucksack, mit dem es sich leichter trägt als mit einer Einkaufstasche.
  • Rüsten Sie Ihr Velo mit Seitentaschen und Gitterkorb aus. Für schwere und voluminöse Gegenstände eignen sich Veloanhänger – leicht und praktisch – besser als Gepäckträger.
  • Vermeiden Sie im öV die Hauptverkehrszeit.